Die Berufsausbildung in der Land- und Forstwirtschaft ist nun österreichweit einheitlich geregelt

Damit haben die Landarbeiterkammern ein Vorhaben umgesetzt, an dem sie über viele Jahre gearbeitet haben.
Den rechtlichen Grundstein dafür legte das neue Land- und forstwirtschaftliche Berufsausbildungsgesetz (LFBAG 2024). Es schafft den gesetzlichen Rahmen für sämtliche Berufsausbildungen in der Land- und Forstwirtschaft und legt fest, welche Berufe in diesem Bereich erlernt werden können. Die genauen Inhalte – also die einzelnen Ausbildungsrahmenpläne und die Prüfungsregeln – mussten allerdings erst noch ausgearbeitet werden.

Genau diese Inhalte liegen nun vor. Der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft hat am 12. Juni 2026 die land- und forstwirtschaftliche Ausbildungs- und Prüfungsordnung (LF-APO) erlassen. Die Österreichische Landarbeiterkammer war an der Erarbeitung maßgeblich beteiligt und konnte ihre fachliche Expertise erfolgreich einbringen.
Die neue Verordnung regelt eine ganze Reihe wichtiger Fragen: Sie legt fest, welche fachlichen und persönlichen Voraussetzungen Lehrlinge erfüllen müssen, wann die Prüfungstermine angesetzt werden und wie die Prüfungen ablaufen. Darüber hinaus enthält sie den Ausbildungsrahmenplan für die Allgemeinbildung im Rahmen der Facharbeiterausbildung – also jene Grundlagen, die für alle Lehrberufe gemeinsam gelten.

Besonders hervorzuheben ist der Ausbildungsrahmenplan für die Berufsjagdwirtschaft. Mit ihm ist es gelungen, die Ausbildung zum Berufsjäger erstmals für ganz Österreich einheitlich zu regeln. Bisher unterschied sich die Ausbildung je nach Bundesland – künftig gelten überall dieselben Standards.

Mit der einheitlichen Ausbildungs- und Prüfungsordnung schaffen wir gleiche Chancen für alle, die einen Beruf in der Land- und Forstwirtschaft erlernen – ganz gleich, in welchem Bundesland sie zu Hause sind. Eine fundierte und überall vergleichbare Ausbildung ist die beste Grundlage für eine sichere berufliche Zukunft unserer jungen Fachkräfte. Dass es uns gemeinsam gelungen ist, nach jahrzehntelangem Bemühen auch eine bundesweit einheitliche Berufsjäger-Ausbildung zu verankern, ist ein großer Erfolg für die gesamte Branche“, so Präsident Ing. Andreas Freistetter

Text: ÖLAK

Bild: ÖLAK – KI-generiert